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 Betreff des Beitrags: Play Liszt: Paul Gulda und die Gypsy Devils
BeitragVerfasst: 15. Nov 2011, 10:35 
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Play Liszt: Paul Gulda und die Gypsy Devils

Hamm. Für ein ganz besonderes Musikerlebnis wechselt die Kammerkonzertreihe des Kulturbüros ausnahmsweise ihren Standort: Paul Gulda und die Gypsy Devils spielen am Sonntag, 20. November, um 20 Uhr im Kurhaus Bad Hamm auf.
Dies ist die Neuauflage der furiosen Partnerschaft, die bereits im März 2009 das Publikum mit "Haydn á la Zingarese" von den Sitzen riss. Neben der charmanten Moderation und dem brillanten Klavierspiel Paul Guldas hat vor allem Cymbal-Spieler Ernest Šarközi einen mehr als nachhaltigen Eindruck hinterlassen - unvergesslich der enorme Klang-Reichtum seines ungewöhnlichen Instrumentes und seine beinahe schon artistisch anmutende Virtuosität. Daneben sorgten Klarinette, Geigen, Kontrabass und Cello der Roma-Banda für einen rundum gelungenen "Klangteppich".

Jetzt steht Franz Liszt auf dem Spielplan des heterogenen Teams. Liszt, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 200. Mal jährt, hielt die Zigeunermusik seiner Zeit für die ungarische Musik schlechthin. Wie auch Brahms erforschte er sie musikwissenschaftlich und schrieb eine Abhandlung, "Die Zigeuner und ihre Musik in Ungarn". 1846 versuchte er, mit den Ungarischen Rhapsodien seinem Heimatland das fehlende musikalische Nationalepos zu geben. Liszt war von der virtuosen Spielweise der Zigeunerkapellen beeindruckt, arbeitete seine Forschungsergebnisse in seine Kompositionen ein und erzielte damit ganz ungewöhnliche Effekte. Im Kurhaus stehen neben seinen Ungarischen Rhapsodien noch der Csardas macabre, der Liebestraum, die Funerailles und die Paganini-Etude Nr. 6 auf dem Programm.

Paul Gulda ist der schöpferische Impulsgeber für diese ungewöhnliche musikalische Begegnung, er möchte seine eigene Freude an der freundschaftlichen Annäherung beider Stile und seine Inspiration durch die "Zigeunermusik" weitergeben.
Der zweite Sohn des weltberühmten Pianisten Friedrich Gulda wurde 1961 in Wien geboren. Schon als Neunjähriger erhielt er Klavierunterricht bei Roland Batik, weitere Lehrmeister waren Leonid Brumberg, Rudolf Serkin und natürlich auch sein Vater. Neben dem Klavierspiel studierte er auch Blockflöte und Klarinette an der Musikhochschule Wien. Seit 1982 konzertierte er weltweit und nahm an verschiedenen Konzert-Projekten als Solist, Kammermusiker, Improvisator, Dirigent und Komponist teil. Er konzipierte verschiedene Reihen literarisch-musikalischer Abende und komponierte Bühnenmusik. Konzerte gab er u. a. mit den Wiener Philharmonikern unter Zubin Mehta, Kurt Masur, Yehudi Menuhin und mit Martha Argerich, Heinrich Schiff, Renaud Capuçon oder dem Hagen Quartett. Gulda ist auch Musikpädagoge und gibt seit 1998 regelmäßig Meisterkurse.

Die Gypsy Devils sind eine Formation einzigartiger Musiker, der seit 1993 gelungen ist, was nur wenige Ensembles aus Zentraleuropa geschafft haben: sie werden weltweit von Publikum und Kritikern gleichermaßen gefeiert, hier trifft Tradition auf Moderne.
Primarius Stefan Banyák an der Violine begeistert ebenso mit virtuosen Soli wie seine Ensemblekollegen Emil Hasala (Violine), Jozef Farkas (Bratsche), Ernest Šarközi (Cymbal), Zoltán Grunza (Klarinette), Silvia Šarköziová (Cello) sowie Alexander Mihók und Tibor Lévai am Kontrabass. Das Repertoire der Gruppe reicht von Weltmusik über Jazzstandards bis zu Operette und Filmmusik. Die Gypsy Devils waren bereits im Royal Opera House London, Im Konzert- und Kongresssaal Luzern, im Goldenen Saal des Musikvereins Wien, in der Concert Hall Melbourne sowie in der Berliner Philharmonie und im Berliner Konzerthaus zu Gast.


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Verfasst: 17. Mai 2012, 16:34 

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