Ein Abend über Paul Cézanne
"Ich werde Paris mit einem Apfel erobern!" heißt ein Abend von Christiane Hercher und Andreas Guglielmetti über Paul Cézanne, der am kommenden Mittwoch, 1. Februar, 19.30 Uhr, im Studio des Schauspielhauses Premiere hat.
Picasso nannte ihn den Vater der Moderne: Paul Cézanne! Statt flüchtige Augenblicke auf die Leinwand zu bannen, wie es seine Zeitgenossen, die Impressionisten, taten, suchte Cézanne nach der Logik der Wahrnehmung. Malen was man sieht, nicht malen was man imaginiert. Alles Wissen um das zu Malende vergessen, nur Formen, Farben, Strukturen und Licht auf die Leinwand bringen. Cézannes Wahrnehmung und die Suche nach der Realisierung des so Gesehenen in den Bildern war sein Leben. Stunden um Stunden schaute er nur, bevor er an den richtigen Pinselstrich glaubte, kein Modell konnte diese Langsamkeit aushalten. Aus den Menschen wurden Äpfel und mit dem Berg Mont Sainte-Victoire führte er fast so etwas wie eine Beziehung; er malte ihn wieder und wieder. "Ich werde Paris mit einem Apfel erobern" ist ein Theaterstück über das Leben einer Idee, über den Menschen Cézanne, den Maler, den Revolutionär, den Seher, über Wahrnehmung und die Wirklichkeit als ein Ereignis des Auges.
Der Darsteller Andreas Guglielmetti ist Bewunderer und Neider zugleich, ist Paul Cézanne selbst, sein Vater, seine Ehefrau und sein Freund, ist Kunstenthusiast von heute und Galeriebesucher von damals. Andreas Guglielmetti spielt unter der Regie von Christiane Hercher.
Regie & Ausstattung: Christiane Hercher
Dramaturgie: Holger Radke
Mit: Andreas Guglielmetti
Karten: 0391/540-6555 oder online
www.theater-magdeburg.de